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Anita Augspurg (22.9.1857 -20.12.1943)

„Nun begann ein neues Leben! Zurückdenkend erscheinen die folgenden Monate wie ein schöner Traum, so unwahrscheinlich herrlich waren sie.“

Anita Augspurg ist eine der Protagonistinnen der Räterevolution –  viele Frauen beteiligten sich am Umsturz, von den meisten sind heute nicht einmal mehr die Namen bekannt. Mit der Revolution kommt das Frauenwahlrecht, für das Deutschlands erste Juristin Anita Augspurg schon lange gekämpft hatte. Die radikale Pazifistin nimmt 1915 an der Friedenskonferenz in den Den Haag teil und gehört zu den Mitbegründerinnen der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit. Sie ist begeistert von der Revolution in München und gehört ab 1918 dem Provisorischen Nationalrat unter Kurt Eisner an. Sie kandidiert 1919 erfolglos auf der Liste der USPD.
Nach der Räterepublik gehört sie zu den entschiedenen Gegnerinnen des aufkeimenden  Nationalsozialismus. 1923 beantragt sie die Ausweisung Adolf Hitlers aus Deutschland. 1933 befindet sie sich während der Machtergreifung in der Schweiz und bleibt dort. Ihr Vermögen in Deutscland wird beschlagnahmt. Sie stirbt 1943 im Exil.

"Die Frauenfrage ist zwar zum großen Teil Nahrungsfrage, aber vielleicht in noch höherem Maße Kulturfrage, [...] in allererster Linie aber ist sie Rechtsfrage, weil nur auf der Grundlage verbürgter Rechte, nicht idealer [...] an ihre sichere Lösung überhaupt gedacht werden kann."


FemBio: Anita Augspurg